Projektdatenbank 2008

Schwerpunkt der Ausschreibung 2008 war das Thema „Arbeit und psychische Erkrankungen”.

Für ausführliche Informationen bitte auf den Projekt-Link drücken.

Projekt:

Arbeitsprojekt des Zentrums für Seelische Gesundheit

Ansprechpartner: Patrick Hensel und Marc Beck
Träger: Diakonisches Werk, Karlsruhe
Adresse: Diakonisches Werk Karlsruhe, Gerwigstr. 35
PLZ: 76131
Stadt: Karlsruhe
Telefon: 0721 / 623 75 14
Fax:
Email: hensel@dw-karlsruhe-bga.de o. beck@dw-karlsruhe-bga.de
Web: www.dw-karlsruhe-bga.de
Kurzbeschreibung: Erfolgreicher Spagat zwischen freier Marktwirtschaft und sozialem Engagement: Trotz niedrigschwelligem Arbeitsangebot funktioniert das Arbeitsprojekt des Zentrums für Seelische Gesundheit wie ein normaler mittelständischer Betrieb.
Weitere Infos: Entstehung
Das Arbeitsprojekt startete 1990 mit 22 Teilnehmern und 72 Einsatztagen in der Tagesstätte „Club Pinguin“, wo anfangs nur zu bestimmten Terminen für ein paar Stunden leichte Falt-, Kuvertier- und Montagearbeiten durchgeführt wurden.

Infolge der steigenden Nachfrage nach einer Teilnahme am Arbeitsprojekt sowie einer Planstellenerweiterung für hauptamtliche Mitarbeiter wurde das Projekt weiter ausgebaut. So gab es 1995 bereits 75 angemeldete Teilnehmer und 187 Einsatztage.

In den folgenden Jahren entstanden neue, konjunkturunabhängige Arbeitsbereiche wie ein Wasch- und Bügelservice, ein Kurierdienst und ein Putzprojekt. Hier konnten ca. 40 Teilnehmer regelmäßig beschäftigt werden.

Aufgrund des gestiegenen Projektumfangs übernahmen die Zweckbetriebe des Diakonischen Werkes im Jahr 2006 die Leitung. Die Betreuung der Teilnehmer wird weiterhin durch die Tagesstätte gewährleistet. Mit der Gewinnung eines starken Auftraggebers aus der Automobilindustrie ist es inzwischen möglich, die enorme Nachfrage zu decken.

Umsetzung und Erfolge
Das Arbeitsprojekt ist von seiner Struktur her ein normaler mittelständischer Betrieb und keine Werkstatt für Behinderte, erhält somit auch keinerlei staatliche Förderung. Es bietet fünf verschiedene Einsatzmöglichkeiten für die Mitarbeiter:
  • Kurierdienst: regelmäßig werden Prospekte und Flyer für Stammkunden verteilt, dazu kommen weitere sporadische Aufträge
  • Hausreinigungsservice: regelmäßiges Reinigen von Einrichtungen des Diakonischen Werks, Gebäuden gewerblicher Kunden sowie von privaten Haushalten
  • Wasch- und Bügelservice: Waschen und Bügeln privater Kleidung sowie der Wäsche von Sozialstationen
  • Industrieservice: Aufträge eines Schraubenzulieferers, Schrauben werden gezählt, verpackt und etikettiert
  • Hauptarbeit: Recyceln von Schaumstoffeinspritztrichtern u. Teilfertigung von Kopfstützenkomponenten  
Die Niederschwelligkeit des Arbeitsprojektes drückt sich in folgenden Aspekten aus:
  • unbürokratische  Anmeldung ohne Wartezeiten oder Teilnehmerbegrenzung
  • variable Arbeitszeiten und freie Pauseneinteilung
  • Dokumentation der Arbeitszeit oder der produzierten Stückzahl
  • keine Entschuldigungspflicht im Krankheitsfall
  • keine Anwesenheitspflicht
  • wöchentliche Auszahlung eines Taschengelds auf Basis einer Bewertung nach bestimmten Kriterien wie Zuverlässigkeit, Einsichts- und Kritikfähigkeit und Flexibilität. Insgesamt bewegt sich das Taschengeld im Bereich von 1,00 - 3,75 Euro, max. 400 Euro monatlich
Aktuell umfasst das Arbeitsprojekt 410 angemeldete Mitarbeiter
  • Arbeitsbereich: Industrieservice, Hausreinigungs-, Wasch- und Bügelservice, Kurierdienst
  • Seit: 1990
  • Zielgruppe / Art der Arbeitsplätze: Menschen mit psychischer Erkrankung / Zuverdienst
  • Beschäftigte Mitarbeiter: 410
Aktualisiert: 12.4.2010
Bild:
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